Zeit, Geld und Leid sparen…

Wenn es um Verletzungen und Beschwerden geht ist die Zeit oft sehr wichtig. Mann rennt nicht immer gleich wegen jedem „Wehwehchen“ zum Arzt…aber ist der Schmerz sehr stark oder nach einigen Tagen immer noch unverändert sollte man sich untersuchen lassen.

Dann stellt sich die Frage: Wo und von wem untersuchen lassen. Das ist eine entscheidende Frage. Die von außen auch nicht immer leicht zu beantworten ist. Doch eines sei gewiss: Wenn man starke Schmerzen hat hilft einem ein Termin für die Magnetresonanz in 2 Monaten auch nicht… Ja gut, in der Zwischenzeit wird der Schmerz mit Hilfe von Schmerzsalben und Schmerzmittel in Grenzen gehalten…aber auch die verlieren mit der Zeit ihre Wirkung.

New approachIch beschreibe nun anhand eines Beispiels mit einem Patienten mit Rückenschmerzen den bei uns weit verbreiteten Weg:

Man hat Rückenschmerzen. Der 1. Ansprechpartner ist der Hausarzt. Das positive daran ist, dass man schnell einen Termin bekommt. Der Nachteil (den man sehr häufig sieht-aber nicht immer!): er versucht vorerst die Schmerzen mit Medikamente in den Griff zu bekommen. Alles bleibt beim Selben, nur dass man nun weniger Schmerzen hat. Nach zwei Wochen geht man nochmals zum Hausarzt, da ein Teil der Schmerzen immer noch da sind. Diesmal bekommt man vom Arzt nur ein Rezept für eine Visite beim Spezialisten (Orthopäden). Nach einigen Wochen kann man den Termin wahrnehmen. Doch es ändert sich immer noch nicht viel, denn der Orthopäde braucht ein Bild der Magnetresonanz um genaueres sagen zu können. Weitere Wochen vergehen um einen Termin für die Magnetresonanz zu bekommen. Der Schmerz bleibt bis dahin weiter bestehen.(Mittlerweile kann man die letzten beiden Schritte auch in Privaten Kliniken machen wo die Wartezeit geringer, dafür aber die Kosten bedeuten höher sind)

Der Orthopäde hat nun das Ergebnis der Magnetresonanz vor sich liegen. Trifft man einen Modernen Orthopäden wird er Physiotherapie empfehlen. Trifft man einen konservativen Orthopäden wird er zu einer Operation tendieren.
Nach etwa 4-12 Wochen und einigen Päckchen Schmerzmittel in der Leber landet man auf der Bank des Physiotherapeuten der in ca. 80% der Fälle das Problem von den Rückenschmerzen lösen kann. Ein Problem bleibt: durch die lange „Wartezeit“ könnten sich derart Verhärtungen, Versteifungen und Fehlbelastungen entwickelt haben, dass auch die Therapie dementsprechend länger dauern könnte!

The New approach!
Durch ein italienisches Gesetzt ist der Erstkontakt von Physiotherapeuten mit dem Patienten erlaubt. Das heißt man braucht keine Ärztliche Diagnose um zum Physiotherapeuten gehen zu können. Dadurch ergibt sich folgender Weg: Man hat Rückenschmerzen und sucht einen Physiotherapeuten auf. Dieser beurteilt mit seiner fachlichen Kompetenz ob er die Probleme selber lösen kann oder ob die Weiterleitung zu einem Spezialisten sinnvoll ist. In ca. 80% der Fälle bekommt man Rückenschmerzen mit Physiotherapie in den Griff. Das heißt bereits nach wenigen Wochen sind ca. 80% der Menschen wieder befreit von den Schmerzen. Für die restlichen 20% geht der Weg weiter zum Spezialisten, wo dann das Procedere von Untersuchung und Magnetresonanz weitergeht.

Das würde folgende Vorteile mit sich bringen:

Die Person mit Rückenschmerzen bekommt bei den Physiotherapeuten schnell eine fachmännische Betreuung und in 80% der Fälle werden die Schmerzen auch gelindert. Die restlichen 20% bekommen eine Weiterleitung zum Spezialisten. Da bereits die ca.80% der Rückenpatienten den Spezialisten nicht mehr brauchen hat dieser mehr Zeit für die Rückenpatienten die es effektiv nötig haben. Der bei uns meist überarbeitete Hausarzt der sonst meist der 1. Ansprechpartner ist kann sich ebenfalls mehr Zeit für die Patienten nehmen die durch Physiotherapie keine Besserung erfahren werden.

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