Neue Formel gegen Rückenschmerzen

Das unlösliche Problem mit dem Rücken jetzt lösbar?

tecarIn den Industriestaaten haben wir uns eine Welt geschaffen, in der es nicht mehr normal ist, keine Rückenschmerzen zu haben. 80% der Menschen trifft es früher oder später.So ist Rückenschmerzen zu haben, nach dem Schnupfen, der zweithäufigste Grund, zum Schulmediziner zu gehen und der häufigste, einen alternativen Heiler zu konsultieren.

Betrachtet man die unzähligen Therapieansätze, so wird klar, wie komplex der Rücken ist. Vom Atlas abwärts erstrecken sich meist 24 freie Wirbel, das Kreuz- und Steißbein, 23 Bandscheiben, 133 Gelenke, 143 Muskeln und 224 Bänder.

Je nachdem zu welchem Fachpersonal man mit seinem Rücken geht wird man verschiedene Krankheitsursachen hören. Der Orthopäde wird von Abnützung und Bandscheibenvorwölbung sprechen, der Physiotherapeut von Muskelverspannung und Muskelschwäche, der Psychologe von mangelnder Stressbewältigung, der Orthomolekulartherapeut von Mikronährstoffmangel und der Arzt in TCM wird von Energieflussblockaden sprechen.
In mindestens 85 Prozent der Fälle weiß der Arzt gar nicht, warum das Kreuz überhaupt wehtut. Experten sprechen von „unspezifischen Rückenschmerzen“ – und in diesen Fällen drohen unspezifische Heilversuche. Röntgen und Kernspin helfen nicht weiter. Menschen mit verschlissenen und verrutschten Bandscheiben können vollkommen unterschiedliche Leben führen.  Das kann wehtun, muss es aber nicht. Abgenutzte Bandscheiben, Wirbel, Gelenke und Bänder sind wie Falten und graue Haare natürliche Begleiterscheinungen des Alterns. Dieser normale Alterungsprozess, den die Rückendoktoren als pathologisches Geschehen darstellen verwandeln den Menschen in Patienten.
Paradoxerweise hatten die Menschen in den früheren Jahrhunderten ungleich stärkere Abnutzungserscheinungen an den Lendenwirbeln als die heute Lebenden und doch klagten nur etwa 3% beim Hausarzt über Rückenschmerzen.

„Ich glaube, dass der Rückenschmerz eine übertragbare Krankheit ist“, sagte der Arzt und Soziologe Heiner Raspe, 66. „Und der Überträger ist offenbar die Information darüber.“ Der Volksglaube, der Rücken sei anfällig und leicht verwundbar, habe sich ausgebreitet wie ein laufendes Feuer.

 Die Ärzte werden nicht müde, die Bandscheibe als Krankmacher im Rücken darzustellen und diesen zu operieren. Zur Bandscheibe ist zu sagen, dass sie kaum durchbluten ist und sich die Nahrung und Sauerstoff über das Schwammprinzip holt. Durch körperliche Bewegung werden sie zusammengepresst. Wenn sie sich danach wieder ausdehnen, saugen sie Nährstoffe und Flüssigkeit auf.

 Bemerkenswert ist, dass Rückenkranke Orthopäden lieber die warmen Hände eines Physiotherapeuten an sich heran lassen und nur 17% würden sich operieren lassen. (Befragung der Universität Heidelberg zufolge)

 Am Universitätsklinikum Jena nehmen ein Wissenschaftlerteam bestehend aus Orthopäden, Psychologen, Unfallchirurgen, Anatomen, Radiologen, Pathophysiologen, Evolutionsbiologen und Sportwissenschaftler die Rückenschmerzen genauer unter die Lupe. Ein Muster fiel den Wissenschaftlern immer wieder auf: Im Vergleich zu gesunden Menschen haben Rückenpatienten fast immer eine gestörte Muskelansteuerung. Wenn sie sich abrupt bewegen, werden die verkümmerten Muskeln nicht schnell genug aktiviert. Den Betroffenen fallen beispielsweise Tempowechsel beim normalen Gehen schwer. Das Gehirn bereitet schon den nächsten Schritt vor, die Rumpfmuskulatur jedoch hinkt gleichsam hinterher.
Kurz um, fast alle Menschen mit chronischen Rückenschmerzen leiden unter einem „Muskelschwund“. Ohne das Muskelkorsett verliert die Wirbelsäule ihren natürlichen Schutz. Vor allem die Lenden- und Nackenregion wird instabil und anfällig für schmerzhafte Verspannungen.

 Eine Wichtige Rolle über Heilung oder Qual spielt zudem die seelische Komponente (Stress, Unzufriedenheit…) wie sich aus der Arbeit der Wissenschaftler herausstellte.

Ich habe zwar in diesem Beitrag über die dauernde Bandscheiben-OP gelästert aber habe riesen Respekt von der Arbeit und Verantwortung der Orthopäden und Chirurgen, denn in manchen Fällen handelt es sich tatsächlich um „schlimme“ Rückenprobleme wo man über solche OP´s froh sein kann. Glücklicherweise zeigen Statistiken, dass Tumore, Bandscheibenvorfälle, Entzündungen oder andere ernsthafte Erkrankungen nur für einen Bruchteil aller Rückenprobleme verantwortlich sind. Bei 85 Prozent aller Geplagten lässt sich keine eindeutige Ursache finden.

Eine weitere Bemängelung sehe ich in der häufig verwendeten Spritze. Rückenprobleme werden versucht weg zu spritzen ohne die Aufklärung zu leisten wie sich eine Bandschiebe ernährt und wie man sich wieder das so wichtige Muskelkorsett antrainiert.
Aber wieder muss ich den Sündenbock Orthopäden in den Schutz nehmen, denn welcher Rückenpatient hört gerne geschweige denn verfolgt die Worte:
Rücken-und Bauchmuskulatur stärken!?!

 

Fazit: Verschlissene Bandscheiben kann zwar keiner wieder heil machen. Aber das ist auch gar nicht nötig: Wer Muskeln und Seele stärkt, der kann den Rückenschmerz besiegen.

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