Wer heilt hat Recht?

Die Behandlungsmethoden der verschiedensten Gesundheitsfachkräften sind so verschieden wie Tag und Nacht. Und doch gäbe es ohne die eine Behandlungsmethode nicht die andere und umgekehrt. Das Erinnert mich ein bisschen an das Modell von Ying und Yang. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien.
Der Orthopäde oder besser gesagt die gesamte westliche Medizin wendet das „DAWOS-Prinzip“ an. Da wos schmerzt ist das Problem. Der Osteopath fängt am großen Zeh an zu Therapieren wenn das Problem Kopfschmerzen sind, der Psychologe schreibt alles als Emotionales-Psychisches Problem ab. Der Orthomolekulartherapeut stellt Mangel an gewissen Stoffen als Ursache für die Schmerzen dar, hingegen der Energetiker sieht den Energiefluss gestört. Ein Mediziner der Traditionellen Chinesischen Medizin würde das Problem wider von einer ganz anderen Seite beleuchten.

Ohne die westliche Medizin wäre die Physiologie und Funktion des Menschen und der einzelnen Organe nicht so genau analysiert worden. Dieser drang alles Erklären zu wollen und alles als strukturelles Problem zu sehen hat uns wichtiges Wissen für die Bekämpfung von Krankheiten gebracht. Und die Forschung ist noch lange nicht am Ende. Hingegen sind die Chinesische Medizin und auch die Osteopathie wichtige Wegweiser für eine Ganzheitliche Sicht des Menschen. Fehlt es an einer Stelle im Körper hat das unmittelbar folgen auf andere Strukturen des Körpers.

Statt die Alternativmedizin zu verachten und als unnütz abzustempeln wäre es Sinnvoll voneinander zu lernen. In meiner Praxis Sport- und Physiotherapie in Bruneck vereinige ich die klassische Physiotherapie mit der Osteopathie und der Tradizionellen Chinesischen- und Energetischen Medizin um ein Problem Ganzheitlich zu sehen und trotzdem nicht den Faden in irgendeinem esoterischen „Hokuspokus“ zu verlieren.

So konnte ich auch folgendem Fallbeispiel helfen:
Mann, Anfang 30 kam in meine Praxis. Hauptsymptome sind morgendlicher Schulterschmerz und manchmal Schmerzen beim Arm seitlich anheben. Klinisch zeigte sich keine Besonderheit und auch die Magnetresonanze wies auf keine schwerere Verletzung hin. Halswirbelsäule war unauffällig. Da ich wusste, dass der Patient bereits mehrere Therapien hinter sich hatte und dieser Therapeut vor allem an der Schulter gearbeitet hat zog es mich sofort hin zur Leber. (da der Patient auch einige Anzeigen äuserte die auf ein „Leberproblem“ hinwießen.)
In der 1. Behandlung war der Patient noch verwundert wieso ich 25. Minuten im Bauchraum arbeitete und nur 5 Minuten an der Schulter. In der 2. Behandlung hatte ich schon das Interesse und Vertrauen des Patienten gewonnen da es Ihn deutlich besser ging. In der 3. Behandlung wurde berichtet, dass der morgentliche Schmerz nicht mehr präsent war und eine 5. Behandlung hat es nicht mehr gegeben, da es den Patienten gut ging/geht.

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