Ernährungsbedingte Schmerzen am Bewegungsapparat

Nahrung besteht aus ess- und trinkbaren Stoffen, die ein Lebewesen zur Ernährung benötigt und zu sich nimmt, um den Organismus aufzubauen und seine Gesundheit zu erhalten. Beim durchlesen dieser Definition aus Wikipedia wird einen sofort klar wie wichtig die Ernährung für die Gesundheit ist. Nahrung, sprich Vitamine, Mineralien, Proteine und Kohlenhydrate sind Bausteine des Lebens. Fehlen bestimmte Stoffe oder sind sie zu wenig vorhanden kann dies chronischen Nährstoffmangel und zu Krankheiten führen. So hat Ernährung auch einen Einfluss auf unseren Bewegungsapparat.

figur vergleich ernährung

Wenn wir vom Bewegungsapparat sprechen kommen wir nicht am Bindegewebe vorbei, dem eine große Bedeutung zukommt. Wie der Name schon sagt verbindet das Bindegewebe und zwar alle Zellen unsres Körpers. Die Gesundheit hängt ab von der Kommunikation zwischen den Zellen und Organen. Diese Signalübermittlung passiert auf elektro-chemischen Weg über das Medium des Bindegewebes. Zudem werden über das Bindegewebe auch Nähr- und Schlackstoffe transportiert. Um dies zu gewährleisten braucht das Bindegewebe das passende Milieu. In unserem Organismus gibt es Bereiche die sauer sein müssen und es gibt Bereiche die basisch sein müssen. Um diesen Säure-Base Haushalt in Gleichgewicht zu halten hat der Körper mehrere kleine Regelmechanismen. Zu diesen gehören Atmung, Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion. Durch ausgewogene Ernährung kommt es kaum einmal zu einer Übersäuerung und falls doch können wir die überschüssige Säure ausatmen, über den Schweiß ausscheiden oder die Niere filtert die Säure in den Urin. Doch jedes Puffersystem hat seine Grenzen. Durch die heutige Lebens- und Ernährungsweise wird eine Übersäuerung nahezu erzwungen. Der Überschuss an säurebildenden Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Teig-und Backwaren, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Geschmackstoffe wird von Stress und negativen Gedanken noch unterstützt. Gleichzeitig tun wir möglichst wenig um unseren Körper bei der Ausscheidung der anfallenden Säure-und Schlackmenge zu unterstützen. Wir bewegen uns oft sehr wenig und achten auch kaum auf die ausreichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen. Es kommt zur Verschiebung des Gleichgewichts, wir sind übersäuert.

Die Säure selbst kann im Körper aber kaum gelagert werden. Aus diesem Grund werden sie durch basische Mineralien neutralisiert. Diese neutralisierten Säuren sind Salze und werden auch Schlacke genannt. Mit unserem Lebensstiel fallen täglich derart viele Schlacken an, dass unsere Ausscheidungsorgane (Lunge, Niere, Darm und Haut) überfordert sind. Es kommt zur Einlagerung der Schlacke in das Bindegewebe. Der Teufelskreis geht noch weiter. Neben den Einlagerungen der Schlacke kommt es zu einem enormen Verschleiß an basischen Mineralien wie Calcium, Magnesium, Eisen…die es benötigt um überhaupt die überschüssige Säure neutralisieren zu können. Das größte Problem kommt jetzt: Unsere übliche Ernährung beinhaltet viel Weißmehl, Zucker, verarbeitete Milch und Fleisch die an sich schon einen geringen Gehalt an basische Mineralstoffe enthalten aber gleichzeitig eine hohe Mineralstoffmenge benötigen um das starke Säurepotenzial zu neutralisieren. Wenn die mit der Nahrung zugeführten basischen Mineralien nicht ausreichen muss der körpereigene basische Mineralstoffvorrat angegriffen werden. Wichtige Mineralien werden z.B. dem Knochen, den Zähnen, dem Bindegewebe und den Sehnen entnommen um die gefährlichen Säuren zu neutralisieren. So entwickelt sich nach und nach ein chronischer Mineralstoffmangel der zu dem übersäuerten Milieu weitere gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Der Entzug von Mineralstoffen aus den Sehnen, Knochen und anderen Körpergewebe mit dem sauren Milieu wirkt sich natürlich negativ auf deren Funktion und Stabilität aus. Das Bindegewebe lässt sich leicht Übersäuern und vermindert somit die Durchlässigkeit für Nährstoffe. Eine weitere Ansammlung von Schlacken führt regelrecht zur „Versulzung“ sodass es seine Funktion als Kommunikationsnetz und Nährstofffilter nicht mehr wahrnehmen kann.
Eine mögliche Lösung dieses Problems könnte sein:

EAT WELL, TRAIN HARD AND SMILE

IBDMS-Teller-Ernährung-450x343

 

Die Bandscheibe mag es nicht sauer!
Die Bandscheibe wird nicht direkt über die Blutbahnen mit Nährstoffen versorgt. Sondern die Zu-und Abfuhr von Abfall und Nährstoffen erfolgt über Diffusion der Zwischenflüssigkeit. Man kann sich die Bandscheibe wie einen Schwamm vorstellen, der unter Belastung Wasser frei gibt und bei Entlastung Wasser einsaugt. Man benötigt also BEWEGUNG um die Bandscheibe zu ernähren! Aber zudem muss das umliegende Bindegewebe säurefrei und ohne Schlacken sein um einen Nährstoffaustausch mit der Bandscheibe zu gewährleisten. Der Körper steht nie still, es findet ein dauernder Auf- und Abbau von Gewebe statt. Wird der Aufbau aber durch fehlende Nährstoffe verhindert sind Bandscheibenvorfälle vorprogrammiert.

Kommentare sind geschlossen.