Der vermeintlich Kranke Goldfisch

Wie jeden Morgen, setzt sich Jonas vor sein Aquarium und beobachtet seinen Goldfisch. Und doch ist an diesem Morgen etwas anders, der Goldfisch schwimmt nicht wie gewohnt mit Freude und Elan durchs Becken sondern macht einen müden, schlappen ja fast kranken Eindruck.
Jonas kleine Nichte, selbst stolze Besitzerin eines Fischleins, die gerade zu Besuch verweilt zeigt sich besorgt: „der ist krank, bringen wir ihn schnell zum Arzt, meinem ging es letzte Woche genauso. Der Arzt hat ihn untersucht und ihm eine Diagnose gegeben, jetzt muss er Medikamente nehmen damit er gesund bleibt.“

aquariumJonas wehrt ab: „Langsam kleine Dame, erst schauen wir ob wir selbst etwas für ihn tun können“, und beginnt das Wasser des Aquariums zu wechseln. „Wasser ist Leben, der Fisch besteht, wie auch wir Menschen zu 60-80% aus Wasser. Dieses Wasser ist trüb und stellt somit keine gute Lebensgrundlage dar. Auch wir Menschen sollten mehr Wasser trinken anstelle von Säften und Cola. Wir würden uns einige Krankheiten ersparen. Oder was glaubst du würde passieren, wenn ich jetzt anstelle von Wasser Cola ins Aquarium schütten würde oder wenn ich meine Zimmerpflanzen mit Säften gießen würde?
Dann säubere ich den Filter. Der Filter reinigt das Wasser. Alle Schadstoffe, die ins Wasser kommen werden von diesem Filter entsorgt und können so dem Fisch nicht schaden. Arbeitet der Filter aber nicht mehr richtig nimmt es der Fisch auf und „verdreckt“. So ähnlich ist es mit unserer Leber. Auch sie filtert unser Blut und neutralisiert viele Schadstoffe, die uns schaden könnten. Deshalb sollten auch wir unsere Leber ab und zu reinigen.
Zu guter Letzt schiebt Jonas das Aquarium Richtung Sonnenlicht mit der Erklärung: „Um ein gesundes Leben führen zu können benötigt der Fisch die Energie der Sonne. Dasselbe gilt für uns Menschen, zur Produktion von Vitamin D brauchen wir Sonnenlicht. Deshalb schau so viel wie möglich deiner Zeit im Freien zu verbringen, zum Einen wegen der frischen Luft und zum anderen wegen der Kraft der Sonne.
Zudem werde ich den Goldfisch in den nächsten Tagen etwas weniger füttern, vielleicht hat er sich überfressen. Auch das passiert uns Menschen gerne und dann bekommen wir gesundheitliche Probleme. Und morgen gehen wir in das Tiergeschäft und holen dem Fisch einen Artgenossen. Mensch wie Tier sind nicht gerne allein. Mit einem guten Freund an der Seite ist das Leben leichter. Erst wenn der Fisch dann immer noch so lustlos ist gehen wir zum Arzt.
Die kleine Nichte geht nach Hause und ihr fällt auf, dass ihr Fisch immer noch traurig und lustlos durch das trübe Wasser treibt, in einem Aquarium, das nahezu den ganzen Tag im Schatten steht und das Geräusch des Filters lässt erahnen wie verstopft er ist.
Sie hört die Worte ihres Onkels und entschlossen beginnt sie das Wasser zu wechseln, den Filter zu reinigen und das Aquarium so zu positionieren, damit es einige Sonnenstrahlen abbekommt.
Nach zwei Tagen schon sieht sie voll Freude, dass der Fisch munter und fröhlich im Wasser seine Runden dreht.

Die Moral der Geschichte: Krankheiten kann man nicht nur alleine mit Medikamenten bezwingen. Ich glaube ich spreche für alle wenn ich sage, dass wir alle heilfroh sind, dass es Ärzte, diagnostische Maschinen und Medikamente gibt die in schweren Zeiten viel Leid sparen und sogar Leben retten können. Aber allein mit der Diagnose auf dem Zettel und den Medikamenten im Körper kann keine Krankheit langfristig bezwungen werden. Man sollte immer auch Lebenseinstellung, Lebensgewohnheiten, Beziehung mit den Mitmischen und Essverhalten unter die Lupe nehmen und gegeben falls an dem Arbeiten für ein gesünderes, krankheitsfreies Leben.

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